Francis

Francis ist der „Häuptling“ unserer Katzenbande;

zumindest glaubt er das. Er war 1996 der erste Vierpfötler in unserer Familie.

Seine hervorstechende Eigenschaft ist seine fordernde Schmusigkeit. Wenn Francis knuffeln will, nervt er so lange, bis er bekommt, was ihm (seiner Meinung nach) zusteht. Stundenlanges Ohrenkraulen, intensives Nasenstupsen und leidenschaftliches Rekeln gehören dazu.

Außerdem ist er unser bester Mäusefänger. Da er meint, dass wir ohne seine Hilfe verhungern würden, bringt er uns jede Nacht mindestens eine Maus. Sobald er sie bei uns abgeliefert hat, überlässt er uns die Aufgabe, das Mäuschen wieder in den Wald zu bringen.

Einmal brachte er uns sogar einen jungen Eichelhäher, merkte aber schnell, dass er sich mit solchen „ Geschenken“ keine Freunde macht.

All seine Jagdhingabe hindert ihn nicht, den Tag bei uns zu verschlafen und erst abends nach einem ausgiebigsten Feuchtfuttermahl und seinen Schmuseeinheiten auf die Pirsch zu gehen.

Vielleicht muss man noch erwähnen, dass Francis käuflich ist. Leider ist er nicht billig, aber für einen guten Klecks Vanillepudding verkauft er seine Seele. Aus dem entlegendsten Raum kommt er hervorgeschossen, wenn er das Öffnen eines Pudding- oder Yoghurtbechers hört. Er darf zumindest immer den Deckel innen ablecken.

Auch einem Hauch Katzenminze oder Baldrian ist er nicht abgeneigt und so kann er mit großen Pupillen auf einer, mit einem dieser Kräuter eingestreuten, Kratzbaumebene liegen und sich leidenschaftlich rekeln.